Organisation der FdSF
Stammgruppen
An der FdSF gilt die Freiheit der Wahl beim Lernen. Das bedeutet: Jeder Schüler kann sich aussuchen, was und mit wem er gerade lernt. Trotzdem braucht es in der bayerischen Schullandschaft etwas ähnliches wie Klassenverbände. Das sind bei uns die Stammgruppen. Die
Stammgruppe A für die jungeren Schüler entspricht derzeit in etwa den Jahrgängen 1 und 2, die Stammgruppen B ungefähr den Jahrgängen 3 und 4 und die Stammgruppe C den Jahrgängen 5, 6 und 7. Die Anzahl der Stammgruppen kann bei Bedarf erweitert werden.
In den Stammgruppen treffen sich morgens die Schüler. Ein Lehrer steht dort als Ansprechpartner für die Schüler zur Verfügung (und natürlich auch für deren Eltern). Nach der Ankunft am Morgen geht jeder Schüler zu seinen gewählten Lerngruppen, Lernprojekten oder Aktivitäten. Der Lehrer hat die Übersicht, wo sich die Schüler gerade befinden.
Er hilft bei Lernfragen und Projekten und weiß, wer sonst noch weiterhelfen kann. Er erstellt am Jahresende zusammen mit dem jeweiligen Schüler das Zeugnis.
Zeugnisse
Zwei Grundsätze der demokratische Schule lauten: Keine Beschämung! und Keine ungwollte Fremdbewertung! Deshalb unterscheiden sich die FdSF-Zeugnisse etwas von denen an anderen Schulen. Es gibt keine Noten, sondern es wird in Schriftform beschrieben, was der Schüler alles kann bzw. dazugelernt hat. Anhaltspunkt dafür sind die Kompetenzraster der FdSF, die eine andere Form eines Lehrplans - oder besser gesagt eines Lernplans - sind. Aber natürlich gibt es auch viele Dinge, die dort nicht erwähnt sind und der Schüler trotzdem kann. Auch diese kommen ins Zeugnis. Schüler und Lehrer tragen das Gelernte zusammen und gestalten das Zeugnis gemeinsam.
Abschlüsse
Welche Abschlüsse möglich sind, finden Sie hier
Lernbegleiter
Die Lehrer der FdSF haben staatliche Abschlüsse - in der Regel das 2. Staatsexamen. Sie heißen hier Lernbgleiter. Sie sehen ihre Aufgabe in erster Linie darin, Schüler bei ihren Lernvorhaben zu beraten und begleiten. Dabei geht es nicht um das Vorgeben von Lerninhalten, sondern um die Bereitstellung eines breitgefächerten Lernangebots und auch um das Aufnehmen von Lernwünschen der Schüler. Zur Erarbeitung der Lernziele werden u. a. Lerngruppen, Lernprojekte und Selbststudium organisiert.
Gebäude und Räume
Die FdSF sieht die Schule, ihre Gebäude und die Umgebung als einen Lernort, welcher sich gleichzeitig als Lebensort darstellt. Das Lernumfeld ist so gestaltet, dass vielfältige Bildungsmöglichkeiten gelebt werden können. Man kann sich die Schule als ein großes „Wohnhaus“ vorstellen, mit unterschiedlich eingerichteten Räumen, genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten.
Nach den Lern-Bedürfnissen gestaltbare Räume und Rückzugsräume werden ergänzt durch zentrale Räume ergänzt.
Versammlungsraum, der alle Schüler und Lernbegleiter und evtl. Besucher aufnehmen kann. Dieser Raum wird benötigt für die Schulversammlungen, die Lernorganisationsstunden, für gemeinsame Feste, Konzerte und Veranstaltungen. Es besteht die Möglichkeit, auch diesen Raum durch flexible Trennwände in unterschiedliche Arbeitsbereiche entsprechend der jeweiligen Lerngruppen aufzuteilen.
Ein unterteilbarer Arbeitsraum für stille Arbeiten. Hierzu zählen Selbststudium, Übungen für die Kurse (vergleichbar zu den Hausaufgaben), Lesen in Leseecken, Stille Experimente. Es bietet sich hier an, diesen Raum auch als Bibliothek und als Ausstellungsraum für Schautafeln, Musikinstrumente und andere Objekte zu nutzen.
Ein unterteilbarer Arbeitsraum für laute Arbeiten, wie Basteln, Theaterspielen, Diskussionen. Ein angrenzender Materialraum ist hier sinnvoll.
Ein Besprechungs- und Seminarraum für Sitzungen der Lernbegleiter, für Empfang von Gästen, für Projektbesprechungen, etc. Kann auch für Büro- und Schulorganisatorische Aufgaben benutzt werden, sowie für Lerngruppen, z. B Arbeiten am Computer.
Ausreichende Toiletten und Waschräume, kombiniert mit einer Schmutzschleuse zum Reinigen nach Außeneinsätzen. Hier ist eine Kombination mit einer Garderobenaufbewahrung sinnvoll.
Schallgedämpfte Übungsräume zum Musizieren, Studieren und als Rückzugs-und Ruheraum.
Eine Küche für Pausenverpflegung und hauswirtschaftliche Arbeiten
Ein Werkstatt- und Laborraum, der auch mit dem Materiallager kombiniert sein kann.
Für Schulsport steht entweder eine eigene Turnhalle oder eine angemietete z.B. von einer anderen Schule, einem Kindergarten oder von einem Sportverein zur Verfügung.
Freiflächen mit Möglichkeiten für eine Baulandschaft, für Gartenarbeit und evtl. für Kleintierhaltung und eine Anbindung zu Grünflächen und zur freien Natur.
Leicht transportierbare Geräte und abschließbare Schränke und Vitrinen für Projekte, Objekte und Aufgabengebiete erhöhen die Mehrfachnutzbarkeit.
