Wie lernt unser Gehirn ?
Fast 150 leicht verständliche Videos über das Gehirn und seine Wirkungsweise vom Gehirnforscher Dr. Manfred Spitzer finden sie hier .
Wie lernt unser Gehirn?
Was wir sind, was wir wissen und können, das steckt in unsererem Gehirn. Ungefähr 100 Milliarden Gehirnzellen oder Neuronen, und jede davon mit 1000 Verbindungen zu anderen Zellen, bieten fast unendlichen Speicherraum. Nicht nur für Wissen, sondern auch für vielfältiges Können.
Das Gehirn speichert nicht wie ein Computer, dessen Speicher irgendmal voll ist, sondern es verknüpft Informationen mit anderen. Je mehr Verbindungen aktivert sind, desto mehr Anknüpfungspunkte hat man und desto schneller eignet man sich etwas an. Deshalb ist es nicht so wichtig, was man gerade lernt, sondern daß man einfach immer weiterlernt. Oft erlebt oder sieht man eine Sache nur einmal und weil Ähnliches und Grundlagen schon da sind, wird es in das Vorhandene eingeknüpft und ist dort ein Leben lang gespeichert. Das geschieht vor allem dann. wenn man emotinoal positiv dazu steht oder es für einen wichtig ist.
Streß, Druck und Zwang und negative Emotionen bewirken etwas anderes: Das Gelernte wird eben mit diesen negativen Emotionen abgespeichert. Wenn man diese Informationen abrufen will, dann werden auch die negativen Gefühle dabei aktiviert und das Gelernte ist kaum einsetzbar. So kann man sich zum Beispeil Prüfungsangst und -aussetzer erkären.
Das Gehirn ist lernfähig, solange der Mensch lebt. Während junge Menschen eher "weiche" Lernstrukturen (=flexibles Lernen) haben, wird das Lernen bei älteren Menschen "kristalliner"(=strukturiertes Lernen). Solange aber das Gehirn benutzt wird, ändert es sich und wird erneuert.
von 2003, aber noch immer sehr interessant. Nur damals hatten die Gehirne nur 20 Milliarden Gehirnzellen...Inzwischen hat man nochmal nachgezählt.
spitzer[1].pdf
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